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Baden / Brugg - Remo Cortellini gibt Auskunft

Stromspartipps für zu Hause

Heute verrät uns Remo Cortellini, der in seiner beruflichen Tätigkeit täglich zum Thema Stromsparen berät, wie und wo man seine Stromrechnung verkürzen kann.

1. Ihre persönlichen Top-Stromspartipps?
Ich empfehle das Licht oder die Geräte in den Räumen Auszuschalten wenn man diese verlässt. So kann man sparen, ohne dass es weh tut. Falls das aber nicht möglich sein sollte, so besteht z. B. auch die Möglichkeit reguläre Glühlampen durch LED-Leuchtmittel zu ersetzen, welche einen Bruchteil des Stromes brauchen und zudem eine längere Lebensdauer aufweisen. Des Weiteren verfügen viele elektronische Geräte über einen Wartebetrieb, besser bekannt als Standby-Modus. Da sich manche Geräte in diesem Wartebetrieb aber als wahre Stromfresser entpuppen und dabei keine Nutzfunktion aufweisen, empfehle ich auch hier die Gerätschaften gänzlich auszuschalten. In manchen Fällen kann es auch sinnvoll sein, ältere Geräte durch neue, energieeffizientere zu ersetzen. Durch Fortschritt in der Technologie weisen z. B. neue Kühlschrankmodelle, gegenüber alten, dieselbe Effizienz bei viel niedrigerem Stromverbrauch auf. Das mit Abstand grösste Sparpotential birgt aber der vollkommene Verzicht auf gewisse Dinge. 

2. Zu welcher Tageszeit ist Strom günstiger?
Tagsüber ist der Strombezug fast immer teurer (Hochpreis) als in Randstunden wie z. B. frühmorgens oder spätabends (Niederpreis). Die Tarife sind aber von Elektrizitätswerk zu Elektrizitätswerk unterschiedlich. Es gibt weitere Besonderheiten, ausser der Tageszeit, die auf die Tarifierung Einfluss haben können. Z. B. gilt bei elektrischer Beheizung eines Hauses, wobei es sich aufgrund der niedrigen Effizienz um ein Auslaufmodell handelt, ein anderer Strompreis.

Nachfolgend die Tarifzeiten der Regionalwerke Baden:

  • Hochpreis-Tarif: Montag – Freitag 07.00 – 20.00 Uhr, Samstag 07.00 – 12.00 Uhr
  • Niederpreis-Tarif: Übrige Zeit
  • Sowie an folgenden Tagen: 24. – 26.12., 31.12. – 02.01., Ostern (Fr. – Mo.), Auffahrt, Pfingsten (Sa. – Mo.) und 1.08..

3. Was genau versteht man unter Ökostrom und ist er teurer als „normaler“ Strom?
Ökostrom ist generell teurer als „normaler“ Strom. Mit dem Bezug von Ökostrom fördert man erneuerbare Energien wie z. B. Wind- oder Wasserkraft, er ist aber nicht unbedingt umweltfreundlicher produziert als konventionelle Energie. Da von den Konsumenten mehr umweltschonende Energie nachgefragt wird, als durch die jeweiligen Kraftwerke produziert werden kann, wird zusätzlich auch die Atomkraft in der Energieerzeugung gefördert. Man kann also sagen, dass der höhere Tarif für Ökostrom als eine Art Investition in die alternative Energiegewinnung gesehen werden kann. Der bezogene Strom besteht aber weiterhin vorwiegend aus Wasser- und Atomkraft vom In- und Ausland.

Jost Elektro AG
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